„The San“ ist eine zusammenfassende Bezeichnung für eine Gruppe von Völkern im südlichen Afrika, genauer: in der Kalahari-Wüste von Botswana. Andere, eher abwertende Bezeichnungen sind „die Basarwa“ oder einfach nur „die Buschmänner“. Die Regierung von Botswana vertreibt sie von dem angestammten Land, das sie nun schon seit 20.000 Jahren bewohnen, weil ein südafrikanischer Konzern dort Diamanten vermutet.
Alan AbrahamsakaPortablehat den „San“ einiges zu verdanken. Für seine Technoproduktionen verknetet der Südafrikaner Aufnahmen der komplizierten Polyrhythmen, die diese Menschen schon seit Jahrtausenden auf verschiedene Perkussionsinstrumente schlagen. Der Titel dieser Maxi, die auf das Portable-Album „Version“ (sc29cd/do12inch) vom Sommer 2005 folgt, ist ein Hinweis, eine Verbeugung, eine Beileidsbekundung.
Kein Wunder, dass die drei exklusiven Stücke von „The San“ – bei allem polyrhythmischen Schub, den sie entwickeln – Techno in Melancholie sind: „Symmetry“ mit seinen verlorenen Stimmfragmenten, „Diorama“ mit ätherischen Gitarren und Pizzicatos und „Sunblind“ mit seinen selbstvergessenem Trommelspiel irgendwo in der Fremde. Wer will, kann diese Musik als politischen Techno betrachten, auch wenn hier niemand zu konkreten Handlungen aufgefordert wird. Alan Abrahams aber hatte das gar nicht wirklich im Sinn. Er wollte sich nur nicht einfach bedienen.
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